Anfang Juni haben wir angekündigt, dass wir jeden Aspekt der Airbnb-Plattform noch einmal unter die Lupe nehmen werden, um sicherzustellen, dass wir auch wirklich alles gegen Vorurteile und Diskriminierung tun. Wir haben Laura Murphy, die ehemalige Leiterin der Rechtsabteilung der Amerikanischen Vereinigung für Bürgerrechtliche Freiheiten (ACLU) in Washington D.C. gebeten, uns bei diesem wichtigen Projekt den Weg zu weisen.

Wir haben uns jeden einzelnen Bereich von Airbnb angeschaut und uns dabei von Experten wie dem ehemaligen US-Generalbundesanwalt Eric Holder und den Vorsitzenden dutzender anderer Organisationen beraten lassen.

Heute hat Laura ihren umfassenden Bericht veröffentlicht, in dem ihr nachlesen könnt, wie wir vorgegangen sind und welche Schritte Airbnb in Zukunft unternehmen wird, damit jeder unsere Community als gerecht empfindet. Den vollständigen Bericht darüber, wie Airbnb sich gegen Diskriminierung und für Inklusion einsetzt, mit dem Titel „Airbnb’s Work To Fight Discrimination and Build Inclusion“, findet ihr hier.

Airbnbs Mitbegründer und CEO Brian Chesky hat eine E-Mail für alle Gastgeber und Gäste bei Airbnb geschrieben, um unsere Bemühungen noch einmal genau in Worte zu fassen. Das hier ist seine Nachricht:

Liebe Airbnb-Community,

das Herzstück unserer Mission ist der Grundgedanke, dass Menschen im Wesentlichen ein gutes Herz haben und dass jede Community ein Ort ist, an dem du dich zuhause fühlen kannst. Und wir sagen das nicht einfach nur, damit es sich nett anhört. Es ist das Ziel, auf das jeder Mitarbeiter bei Airbnb jeden einzelnen Tag hinarbeitet – weil wir alle ganz genau wissen: Wenn wir uns kennenlernen und für eine Weile zusammen leben, verstehen wir uns gegenseitig auch besser.

Diskriminierung ist genau das Gegenteil davon, sich weltweit zuhause fühlen zu können. Wenn sie auf unserer Plattform existiert, bedroht sie alles, wofür Airbnb eigentlich steht. Vorurteile und Diskriminierung haben bei Airbnb keinen Platz. Wir zeigen null Toleranz für sie. Leider haben wir in der Vergangenheit relativ langsam auf diese Probleme reagiert. Und das tut mir leid. Ich übernehme die volle Verantwortung für all den Ärger und die Frustration, die einige Mitglieder unserer Community deswegen erleben mussten. Wir werden es nicht nur wiedergutmachen, wir möchten in Zukunft als Beispiel für andere Unternehmen vorangehen.

Im Juni haben wir Laura Murphy, die ehemalige Leiterin der Rechtsabteilung der Amerikanischen Vereinigung für Bürgerrechtliche Freiheiten (ACLU) in Washington D.C., gebeten, sich jeden Bereich von Airbnb anzusehen, damit wir sicher sein können, dass wir alles in unserer Macht Stehende gegen Vorurteile und Diskriminierung tun. Dank Laura können wir heute einen Bericht mit unseren Ergebnissen der letzten Monate veröffentlichen. Ihr könnt den vollständigen Bericht hier lesen, aber ich würde gerne kurz vier wichtige Änderungen hervorheben, die Einfluss darauf haben, wie unsere Plattform funktioniert:

Das Airbnb-Community-Bekenntnis

Ab dem 1. November muss sich jeder Airbnb-Nutzer mit einer konsequenteren und detaillierteren Antidiskriminierungsrichtlinie einverstanden erklären. Wir werden euch nicht einfach nur darum bitten, am Ende eines langen juristischen Textes einen Haken zu setzen. Wir möchten, dass jeder sich mit dem Inhalt dessen einverstanden erklärt, das wir das Airbnb-Community-Bekenntnis nennen. Es besagt:

Wir glauben, dass es jedem Einzelnen möglich sein sollte, sich in der Airbnb-Community zuhause zu fühlen – egal, wer du bist, woher du kommst oder wohin du reist. Wenn du dieser Community beitrittst, verpflichtest du dich, alle anderen Mitglieder unabhängig von ihrer Herkunft, Religion, Nationalität, ihrer ethnischen Zugehörigkeit, einer Behinderung, ihrem Geschlecht bzw. ihrer Geschlechtsidentität, ihrer sexuellen Orientierung oder ihrem Alter – respektvoll, vorurteilsfrei und unvoreingenommen zu behandeln.

Open Doors-Richtlinie

Wir werden eine neue Richtlinie einführen, die wir „Open Doors“ nennen. Ab dem 1. Oktober gilt Folgendes: Wenn sich ein Gast irgendwo auf der Welt diskriminiert fühlt – bei dem Versuch, eine Unterkunft zu buchen, bei der Stornierung einer Buchung oder bei jeder anderen Interaktion mit einem Gastgeber – werden wir für diesen Gast eine andere, ähnliche Unterkunft bei Airbnb finden. Wenn bei Airbnb keine vergleichbare Unterkunft verfügbar ist, organisieren wir anderweitig eine Unterkunft. Dieses Programm gilt auch rückwirkend für alle Gäste, die sich bis heute wegen einer Diskriminierung bei uns gemeldet habe. Wir möchten all diesen Gästen unsere Hilfe bei ihrer nächsten Buchung anbieten.

Sofortbuchung

Wir erhöhen die Anzahl der Unterkünfte, die sich sofort buchen lassen. Bei der Sofortbuchung wird eine Buchung automatisch durch Airbnb bestätigt, ohne dass der Gastgeber die Buchung von bestimmten Gästen manuell bestätigt oder ablehnt. Die Sofortbuchung macht die Benutzung von Airbnb für alle einfacher. Unser Ziel ist es, bis zum 1. Januar 2017 mindestens eine Million Unterkünfte mit der Sofortbuchungs-Option anbieten zu können.

Antidiskriminierungstraining

Wir arbeiten mit Experten zusammen, die sich schon lange wissenschaftlich mit Vorurteilen beschäftigen, zum Beispiel Dr. Robert Livingston von der Harvard Kennedy School of Government und Dr. Peter Glick von der Lawrence University. So wollen wir ein Antidiskriminierungstraining für unsere Community entwickeln und diejenigen auszeichnen, die es absolviert haben.

Diese Schritte sind ein erster Anfang, um Vorurteile und Diskriminierung bei Airbnb aus der Welt zu schaffen.

Auch wenn wir als Unternehmen Zeit gebraucht haben, um uns um dieses Thema zu kümmern, möchte ich unsere Community bitten, von jetzt an großen Veränderungen den Weg zu ebnen. Jedes Mal, wenn ihr jemandem das Gefühl gebt, dazuzugehören und sich wie zuhause fühlen zu können, fühlt sich dieser Mensch angenommen und sicher genug, ganz er selbst zu sein. Auch wenn das auf den ersten Blick nur wie eine sehr nette Geste wirken mag – vergesst nicht, dass unsere Community Millionen Mitglieder hat. Stellt euch vor, was wir zusammen erreichen können.

Brian Chesky

CEO & Mitbegründer