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In dieser Serie teilen die Profi-Gäste Debbie und Michael Campbell ihre besten Tipps mit Airbnb-Gastgebern. Hier verraten sie uns, aufgrund welcher Details sie von allen Unterkünften genau deine auswählen würden.

Michael und ich haben schon in mehr als 140 Airbnb-Unterkünften auf der ganzen Welt gewohnt und es macht uns wirklich Spaß, auf Airbnb nach unserem nächsten Zuhause zu suchen. Es fühlt sich immer ein bisschen so an, als würde man in das Schaufenster eines Immobilienmaklers gucken und sich vorstellen, eines der dort angebotenen Häuser zu kaufen. Welches davon wäre wohl perfekt für uns? Uns geht es dabei wahrscheinlich wie den meisten Leuten – wir fühlen uns von Inseraten mit den besten Fotos und den interessantesten Beschreibungen angezogen. Nachdem wir nun schon mehr als 3.000 Inserate durchforstet haben, sind hier 5 Vorschläge von uns, wie du deine Inseratsseite so gestalten kannst, dass jemand dadurch die Unterkunft seiner Träume entdeckt.

Wortwahl: Gib deinem Inserat einen einladenden Titel. „Lichtdurchflutete Wohnung mit traumhaftem Blick auf die Stadt“ klingt anziehender als „Stadtwohnung mit einem Schlafzimmer“. Fasse in Worte, was dir an deiner Unterkunft und deiner Nachbarschaft am besten gefällt, damit wir uns vorstellen können, wie sich das Leben dort anfühlt. Ist deine Gegend ruhig und erholsam oder gibt es die besten Nachtclubs direkt um die Ecke? Manche potenziellen Gäste sehen sich nur deine Fotos an, also sollten deine Bildunterschriften anschaulich formuliert sein und die jeweiligen Highlights auf den Fotos hervorheben.

Bilder: Bei der Suche nach der perfekten Airbnb-Unterkunft konzentrieren wir uns eigentlich immer zuerst auf die Fotos. Mit 16 bis 24 Bildern in hochwertiger Qualität kannst du gut darstellen, was man über deine Unterkunft wissen sollte. Verwende die ansprechendste Aufnahme eines Zimmers als Hauptfoto, um die Aufmerksamkeit möglicher Gäste zu gewinnen.

Sorge dafür, dass deine Zimmer einladend und gemütlich aussehen. Wir halten uns gar nicht erst mit Inseraten auf, deren Unterkünfte spärlich möbliert sind und kahle Wände haben – dort würden wir einfach nicht wohnen wollen. Vermeide aber auch vollgestellte Räume mit haufenweise Krimskrams. Verwende ebenfalls nicht zu viele Großaufnahmen von Nippes – zeige lieber Fotos von deinem gemütlichen Bett, deinen flauschigen Handtüchern und deinem persönlichen Geschmack bei der Einrichtung. Die Fotos sollten dem Betrachter zeigen, wie die Räume angeordnet sind und wie sie genutzt werden können: Ein Laptop auf dem Schreibtisch oder ein gedeckter Frühstückstisch auf dem Balkon laden dazu ein, sich einen Aufenthalt in deiner Unterkunft auszumalen. Unser finanzielles Budget ist begrenzt, also achten wir besonders auf deine Küchenausstattung, damit wir selbst kochen können. Wir halten dazu auf den Fotos nach Küchengeräten, einem Toaster, einem elektrischem Wasserkocher und einer Mikrowelle Ausschau.

Zeige auch die Aussicht, die man von deiner Unterkunft aus hat, und wenn möglich auch ein schönes Foto von der Hausfassade oder vom Garten. Was Touristenattraktionen betrifft: Es ist oft irreführend, wenn du Fotos von ihnen verwendest (außer sie liegen tatsächlich in der Nähe deiner Unterkunft). Sonst könnte man den Eindruck gewinnen, dass du deine Unterkunft nicht wirklich von innen zeigen willst. Super sind allerdings ein paar fotografische Eindrücke von deinen Lieblingsorten in der direkten Nachbarschaft.

Genauigkeit: Wir betonen immer wieder, dass ein guter Gastgeber selbst eine nur mittelmäßige Unterkunft locker wettmachen kann. Ein guter Gastgeber verschweigt nicht, welche etwaigen Herausforderungen einen Gast in seiner Unterkunft erwarten – zum Beispiel die Anzahl der Treppenstufen bis zur Eingangstür oder die Geschwindigkeit des WLANs. Zum Leben in der Stadt gehört ein gewisser Geräuschpegel einfach dazu, aber auf bestimmte Lärmquellen solltest du vorher hinweisen, beispielsweise laute nächtliche Musik oder die Müllabfuhr früh am Morgen. Einmal wurden wir sogar vor laut krähenden Hähnen gewarnt! Wenn Gäste im Voraus über die Schokoladenseiten und auch ein wenig über die Schattenseiten deiner Unterkunft Bescheid wissen, ermöglicht euch das von Anfang an eine vertrauensvolle Beziehung zueinander.

Wir wissen außerdem genaue Angaben darüber zu schätzen, wie weit Sehenswürdigkeiten, Geschäfte und Restaurants von deiner Unterkunft entfernt sind. Wenn du angibst, dass ein Ort in zehn Minuten zu erreichen ist, vergiss nicht zu erwähnen, ob das zu Fuß, mit dem Auto oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln gilt.

Profile und Bewertungen: Hoffentlich liest du dir das Profil und die Bewertungen deiner potenziellen Gäste durch – und erzählst uns im Anschluss auch etwas über dich! Was machst du beruflich und in deiner Freizeit? Was gefällt dir rund ums Gastgebersein am meisten?

Sobald wir für eine Stadt 5 bis 6 Inserate auf unsere Wish List gesetzt haben, lesen wir uns aufmerksam die einzelnen Bewertungen durch. Dabei interessiert uns besonders, wie die Kommunikation mit dem Gastgeber oder Co-Gastgeber bewertet wurde und ob er sich einladend und hilfsbereit verhalten hat. Wir entscheiden uns dann fast immer für die Unterkunft, deren Gastgeber von den Gästen am positivsten beschrieben wurde.

Preis: Wir leben das ganze Jahr über in Airbnb-Unterkünften, also schauen wir auch immer auf den Preis. Uns gefällt an Airbnb besonders gut, dass wir uns haargenau das Inserat aussuchen können, das am besten zu unserem Budget passt. Wenn du gerade erst als Gastgeber durchstartest und noch keine oder nur wenige Bewertungen hast, empfehlen wir dir, einen etwas geringeren Preis als normal zu verlangen, um Gäste anzuziehen und positive Bewertungen zu sammeln. Wir haben tatsächlich schon Unterkünfte ohne Bewertungen gebucht, weil die Beschreibungen klasse waren, es viele gute Fotos gab und der Gastgeber schnell und einladend geantwortet hat – und nicht zuletzt weil der Preis realistisch angesetzt war.