Dass die spanische Costa del Sol noch viel mehr zu bieten hat als blaues Meer und Sonnenschein, haben auch die Rammells während ihres ersten Familienurlaubs im Ausland festgestellt. So lernte die junge Familie die kulinarischen Spezialitäten und die traditionsreiche Geschichte der Region kennen und genoss es, einfach mal wieder Zeit miteinander zu verbringen – etwas, was zuhause in England oft viel zu kurz kommt.

Nicky Brown war schon immer einfallsreich. Erst mit 14 saß sie zum ersten Mal in einem Flugzeug und weiß daher ganz genau, wie man das meiste aus einem Urlaub im eigenen Garten herausholt. Sie und ihr Ehemann, Ray Rammell, arbeiten viel: Ray als Bauarbeiter, Nicky als Bar-Managerin, oft auch abends. So bleibt ihnen manchmal einfach nichts anderes übrig, als ihren Urlaub in der Heimat zu verbringen.

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Dieses Jahr aber wollten Ray und Nicky ihren drei Kindern ein Erlebnis bescheren, in dessen Genuss sie früher selbst nur selten gekommen sind. Ein bisschen aufgeregt waren Brooklyn, 12, Spyke, 9, und Chayce, 5, vor ihrem ersten Flug schon, was nach ihrer Ankunft im idyllischen Marbella im Süden Spaniens jedoch schnell vergessen war.

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„Es fühlt sich wie zuhause an, nur noch besser“, schwärmt Nicky. Sie sitzt auf der Terrasse der großzügigen Unterkunft im Grünen, die die Familie über Airbnb gebucht hat, während die Sonne hinter dem Pool untergeht. Vorhin haben die Rammells im Garten Zitronen gepflückt, um daraus frische Limonade zu machen, und jetzt duftet es draußen schon herrlich nach dem Abendessen, das auf dem Grill vor sich hin brutzelt. „Zuhause gibt es nur selten Momente, in denen wir alle zusammen sitzen, aber hier können wir einfach mal Spiele spielen, etwas trinken und gemeinsam zu Abend essen.“

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Die Stadt Marbella ist von einer traditionsreichen Geschichte geprägt: Die getünchten historischen Gebäude mit ihren eisernen Balkonen sind von farbenfrohen Bougainvilleen umgeben und fallen besonders durch die aufwändigen Kacheln auf, die an die Zeiten der Mauren und Römer erinnern. Mitte des letzten Jahrhunderts wurde Marbella immer mehr für seine luxuriösen Strandhotels bekannt – so stiegen im noblen Marbella Club Stars wie Ava Gardner, Brigitte Bardot und Sammy Davis Jr. ab. In der Region gibt es jedoch viel mehr zu entdecken als nur riesige Hotels: Das Handwerk hat hier eine lange Tradition und auch Outdoor-Fans kommen in der abwechslungsreichen Landschaft voll auf ihre Kosten.

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„Mein Mann und ich fanden es toll, unseren Kindern eine neue Kultur zeigen zu können“, sagt Nicky und erzählt, wie begeistert ihre Kinder davon waren, Meeresfrüchte auf dem Wochenmarkt zu probieren und mehr über die Geschichte der Ruinen vor Ort zu erfahren. Hier ein paar der Highlights, die Familie Rammell während ihres Urlaubs an der Costa del Sol erlebt hat:

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Fahrradfahren entlang der Küste von Marbella: „Gleich zu Beginn unseres Urlaubs haben wir uns bei Yep.Bikes Fahrräder ausgeliehen, um die malerische Küste von Marbella zu erkunden. Nachdem wir die knapp elf Kilometer lange Strandpromenade von Marbella entlang gefahren waren, haben wir eine Pause am Strand eingelegt, um ein bisschen im Wasser zu planschen – wir haben den Kindern sogar beigebracht, wie man Steine hüpfen lässt. Am Paseo reihen sich zahlreiche Cafés und Restaurants aneinander. Wir haben uns für das lokale Fischrestaurant Nuevo Reino entschieden, wo wir unser Mittagessen auf der Terrasse mit Blick aufs Mittelmeer genießen konnten. Die Paella fanden wir alle total lecker – auch unsere Kinder, die in Sachen Essen sehr experimentierfreudig sind.“

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Roadtrip nach Bolonia: „Wir hatten von diesen wunderschönen Sanddünen und den uralten Ruinen gehört, die mit dem Auto nur eineinhalb Stunden von Marbella entfernt sind. Schon alleine die Fahrt lohnt sich: Auf dem Weg kann man einen Halt in Tarifa einlegen, von wo aus man eine spektakuläre Aussicht auf Marokko genießt. An den Ruinen von Baelo Claudia, einem historischen römischen Fischerdorf, angekommen, waren unsere Kinder ganz neugierig darauf, mehr über die zerfallenen Gebäude und ihre Geschichte zu erfahren. Der Ort liegt auf einem Hügel mit Blick auf die Duna de Bolonia – das sind riesige Sanddünen, über die man an einen halbmondförmigen Strand gelangt. Von Nahem waren die Dünen sogar noch beeindruckender. Mein Mann und mein Sohn Spyke haben nicht lange gezögert – und kurze Zeit später kugelte sich unsere gesamte Familie den sandigen Hang zum Strand herunter (und das war es wert, obwohl uns hinterher ein bisschen schwindelig war).“

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Kulinarische Highlights in Málaga: „An unserem letzten Tag haben wir einen Ausflug in das Stadtzentrum von Málaga unternommen, das mit dem Auto etwa 45 Minuten von Marbella entfernt liegt. Wer Lust auf etwas Süßes hat, der ist in der Casa Aranda richtig; der Laden ist für seine Churros bekannt, die wir auch prompt zusammen mit einer heißen Schokolade für jeden bestellt haben. Die Kinder konnten gar nicht genug davon bekommen, das knusprige Gebäck in den dickflüssigen Kakao einzutauchen. Anschließend haben wir den Mercado Central Atarazanas besucht, um die zahlreichen Fisch-, Obst- und Gemüsestände zu bestaunen (hier gibt es die größten Erdbeeren, die wir jemals gesehen haben). Der Markt gilt als einer der schönsten in ganz Spanien und verfügt über riesige Marmortore, die daran erinnern, dass das Gebäude vor über 600 Jahren noch eine Werft war. Hier hatten wir zudem die Möglichkeit, die örtlichen Gewohnheiten und die Esskultur aus nächster Nähe kennenzulernen – und meine Tochter Brooklyn konnte ganz nebenher noch ein bisschen Spanisch üben.“

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