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Eis und Schnee sind weggeschmolzen. Bäume und Sträucher sind übersät mit Knospen. Blumen zeigen so langsam ihre Blüten. Der Frühling ist dabei, uns einen willkommenen Tapetenwechsel zu bescheren.

Vor kurzem wurde diese wunderbare Jahreszeit auch offiziell eingeläutet. Man beginnt wieder damit, Zeit draußen zu verbringen. Aus diesem Grund haben wir etwas ganz besonderes für die Gartenfreunde unter Euch! Wir haben uns von Airbnb-Gastgebern in Massachusetts, Brasilien, Washington, Australien, Kalifornien und Seoul ihre Gärten zeigen lassen.

Selbst gezogene Genüsse

“Ich habe das Gefühl, meine Airbnb-Unterkunft ist ohne meinen Garten nicht komplett”, sagt Jana, die ihre Gäste in ihrem Zuhause am Kap aus dem Jahre 1870 meistens im Sommer und um Halloween herum willkommen heißt. (Immerhin ist Salem berüchtigt für seine Hexen.) “Ich liebe es, meinen Gästen eine kleine Tour über meinen Hof und durch meinen Garten zu geben und ihnen all die wundervollen Dinge zu zeigen, die ich mit viel Liebe angebaut habe.”
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Ende März besteht ihr leicht verwilderter Garten im Landhausstil zum Großteil aus Schlamm und Erde. Aber im Keller beginnt sie dann mit der Anzucht von 14 verschiedenen Sorten Tomaten, 8 Arten von Kürbissen sowie Zinnien und Dahlien für ihren Schnittgarten. Alles wird biologisch angebaut und nimmt seinen Anfang mit etwa 400 Samen unter Wachstumsleuchten. Was motiviert Jana so sehr? Das Gefühl, der “Natur helfen zu können,” der wohlverdiente Muskelkater nach dem Löcherbuddeln und Steineschleppen und natürlich “viele, viele leckere Tomaten”!

Üppiges Leben

Wernhers privater tropischer Rückzugsort ist einfach zum Anbeißen. “Gerade haben Mangos, Mangabeiras, Pitangueiras und Bananen Saison,” sagt der brasilianische Gastgeber, der das Grundstück über einen Zeitraum von zwanzig Jahren in eine Oase der Erholung vom hektischen Leben in der Stadt verwandelt hat. Eine erhöhte Veranda ist der perfekte Ort, um gemeinsam im Schatten eines enormen Schilfdaches zwischen Kokospalmen, Agaven und anderen tropischen Pflanzen zu grillen.
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Über das Grundstück verläuft ein Fluss, an dessen Ufer tropische Strukturen, Formen und Farben in Hülle und Fülle zu finden sind. Eine japanisch inspirierte Holzbrücke komplettiert den Zauber dieses Ortes. Hier kommen vor allem einheimische Pflanzen vor. “Ein Garten tropischer Inspiration”, in dem sich die vielen internationalen Gäste, die zu Wernher kommen, eine Auszeit gönnen können.

Abseits der ausgetretenen Pfade

“Der Frühling entfaltet sich hier recht langsam”, sagt Kurt über die Gärten und Grundstücke, die das 10 Hektar große Grundstück im westlichen Washington umgeben, das er und Lisa, beide Biologen, mit Naturliebhabern aus aller Welt teilen. Zugvögel kehren wieder zurück. Laubfrösche sind auf dem ganzen Gelände zu hören. Oregonpflaumen, wilde Johannisbeeren, Krokusse, Narzissen und Waldlilien blühen nacheinander; Ahornbäume sehen zu dieser Jahreszeit exotisch aus. Ihre Gäste “suchen nach einer Verbindung zur Natur oder friedlicher Stille”, sagt Kurt. “Und unsere privaten Gärten und Grundstücke befriedigen diese Bedürfnisse.”
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Das Land wurde als Pferdeweide genutzt, als das Paar es 1989 kaufte. Es führt seit 25 Jahren sorgfältig Landschaftspflegemaßnahmen durch, die möglichst wenig Einfluss auf die Natur haben. Heute schweift der Blick über eine Landschaft von “ganz leicht getrimmt” bis zu “liebevoll vernachlässigte Verwilderung.”

“Wir behalten ein System von gemähten Pfaden und Wegen bei, die zu einem vielfältigen Lebensraum aus Sümpfen, Hochwiesen und Wäldern führen”, sagt Kurt. “Die Gärten, die bestellt werden, beinhalten einen Obstgarten mit über 50 Obstbäumen und Beerensträuchern. Und die Gärten mit organischem Gemüse und Kräutern versorgen uns und unsere Gäste mit saisonalen Produkten.”

Farben der Küste

Der Frühling beginnt in Mirandas australischem Zuhause am Meer im September mit einer “Farbexplosion”: mit dem Pink, Gelb und Orange von Mittagsgoldblume, Carpobrotus, Sukkulenten, Blaugrünem Berufkraut, Bärenohr und Osterglocken. “Ein Zuhause mit unverstelltem Blick ist wie ein Lottogewinn,” sagt Miranda, die ihren Garten als “eine Mischung aus organisiert und wild” beschreibt. Jenseits des Teppichs bunter Blumen fällt der weitreichende Blick auf die felsige Küstenlinie, Mount Wellington und die Stadt Hobart.

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“Jeder, der das erste Mal hierher kommt, sagt genau das Gleiche: ‘Wow!’ Ich liebe es, dass so viele Menschen unseren Garten schon genießen konnten und während ihrer Zeit bei uns sichtbar entspannt waren”, sagt Miranda.

Ländliche Glückseligkeit

Bill und Nancy beschreiben ihr restauriertes viktorianisches Farmhaus aus dem Jahr 1896, das auch als Bauernhof genutzt wird, als “eine Oase in den trockenen Sierra Foothills”, aber auch als “Werk, in dem viel Liebe steckt”. Das Land wurde seit der Ära des Goldrausches mit Unterbrechungen immer wieder bewirtschaftet, aber über einen Zeitraum von 30 Jahren  ist die Anbaufläche wieder in ihren natürlichen Präriezustand zurückgefallen. “Wir haben in der Sommersonne tagelang mit Spitzhacken gearbeitet, um die Felsen aufzubrechen und so unsere Gärten bauen zu können”, erzählt Bill. “Fast alles, was wir anbauen, hat einen Zweck in unserem Ökosystem. Einige Dinge essen wir, einige düngen den Boden, andere bieten Schatten oder locken nützliche Insekten an.”

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Besucher aus aller Welt werden von der direkten Nähe der Farm zum Yosemite National Park angezogen und mit selbstgezogenem Kohl, Kartoffeln, Karotten und Melonen verwöhnt – es sei denn, Kleintiere bedienen sich daran zuerst. Aber die Salat-Tage könnten für die nervigen Gartenräuber bald ein Ende haben: Bill hat aus einem alten Mikroprozessor, Stroboskoplicht, Hochtonlautsprechern und Infrarotsensoren einen “Stink- und  Wildtier-Schreck” gebaut.

Gangnam-Wunderland

Kelly hat ihrer Unterkunft den Spitznamen “Wunderland” gegeben. Das passt zu den leuchtenden Wandbildern, die von Alice im Wunderland und van Gogh inspiriert sind und die sie mit einigen einheimischen Künstlern gemalt hat, um den Außenbereich ihrer Unterkunft “gemütlicher” und einladender zu gestalten. “Wir befinden uns mitten in Gangnam, das sehr urban ist, deswegen ist es eine Seltenheit, in dieser Gegend einen Garten zu haben”, sagt sie. “Ich veranstalte viele Grillpartys und meine Gäste sind immer herzlich willkommen, sich zu mir und meinen Freunden dazu zu gesellen. Auf diese Weise kann man gut Einheimische kennenlernen.”

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Das Grundstück des Gartens ist nicht sehr groß, aber es gibt viel zu entdecken, Gangnam-style. Eine Schaukel, ein Picknicktisch, ein Teetisch und Bänke teilen sich den Platz mit Weintrauben, Ginkgo, Kastanien, Dattelpflaumen und Jujubebäumen – die alle im Frühling blühen. “Wir produzieren in der Tat ziemlich viel Obst und teilen es mit unseren Nachbarn und Gästen”, sagt sie. “Es schmeckt richtig gut, vor allem die Dattelpflaumen!”

[Oberstes Foto zeigt das Weingut in den Bergen in Vacaville, Kalifornien]

 

 

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