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Das ist Hyang-Geum. Sie lebt in Korea und hat durch ihre Erfahrungen als Gastgeberin bei Airbnb neue Lebensfreude gefunden. Wir freuen uns riesig, dass sie ihre Geschichte hier mit uns teilt.

Das schönste Gefühl ist für mich die Vorfreude darauf, dass meine Gäste bald bei mir zuhause ankommen. Es ist so aufregend, wenn mich jemand aus einem komplett anderen Teil der Welt besucht! Und es macht mich einfach stolz, wenn ich etwas Leckeres für meine Gäste koche und es ihnen dann auch richtig gut schmeckt. Wenn ich nur daran denke, habe ich schon ein riesiges Lächeln im Gesicht. Ich war am Boden zerstört, als mein Mann bei einem plötzlichen Unfall ums Leben gekommen ist. Ich habe mich einfach nur leer und einsam gefühlt. Und ehrlich gesagt haben mich auch die finanziellen Sorgen aufgefressen. Ich war die meiste Zeit unserer Ehe Hausfrau, habe mich um die Kinder und den Haushalt gekümmert, und hatte kein Einkommen. Ich bin nicht einmal besonders oft ausgegangen, um etwas zu unternehmen.

Als meine Kinder flügge wurden und von zuhause ausgezogen sind, war auf einmal nur noch ich übrig. Ich fühlte mich so verloren und unbeholfen wie ein kleines Mädchen und wusste nichts mit mir anzufangen! Doch dann habe ich durch meinen Nachbarn zum ersten Mal von Airbnb gehört. So wurde ich Gastgeberin und bekam nach dem Tod meines Mannes langsam meine finanziellen Probleme in den Griff. Das Geld, das ich mit der Vermietung meiner beiden freien Zimmer verdiene, hilft mir, über die Runden zu kommen. Und die beiden freien Zimmer werden jetzt regelmäßig mit Herzlichkeit und Freude gefüllt. Dank meiner Gäste fühle ich mich nicht mehr allein, sondern eher, als hätte ich Familienmitglieder oder gute Freunde zu Besuch.

unekim_160504_0338 copyIch habe oft gehört, dass man eigentlich nicht viel vorbereiten muss, um Gastgeber bei Airbnb zu sein. Ich wollte aber, dass mein Zuhause etwas Besonderes für meine Gäste ist. Also habe ich in meinem Dachgarten neue Blumen und Bäume gepflanzt und einen kleinen Teich angelegt. Am Anfang habe ich einfach meine Lieblingsblumen eingepflanzt – mal hier, mal dort ein paar. Aber ich habe dazugelernt: Dieses Jahr habe ich die Blumen, die am besten zusammenpassen, dort angepflanzt, wo sie am schönsten wachsen und blühen können. Und ein paar Kletterpflanzen sind auch dazugekommen.

Ich bin mit voller Leidenschaft Gärtnerin und Gastgeberin in meinem Zuhause. Im Laufe der Zeit bin ich in beidem auch ziemlich gut geworden. Mittlerweile weiß ich zum Beispiel, was meine Gäste besonders gerne frühstücken, und habe meine Speisekarte für sie angepasst. Und ich habe mir einen einfachen Spaziergang durch die Nachbarschaft überlegt – eine Route um den See Seokchon bis zur Lotte World, entlang einiger interessanter Zwischenstopps.

Mein Talent als Gastgeberin hat wohl die ganze Zeit in mir geschlummert, und meine Airbnb-Gäste haben es geweckt. Seitdem ich Gastgeberin bin fühle ich mich viel stärker, freier und unabhängiger als früher.

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Screen Shot 2016-09-06 at 12.04.39 PMIch liebe es, mir Gedanken darüber zu machen, wie meine Gäste in Korea noch mehr Spaß haben und außergewöhnliche Erfahrungen sammeln können. Viele Reisende schauen sich nur Seoul an. Wie schade, dass sie die anderen Ecken von Korea verpassen! In einer friedlichen, kleinen Gemeinde außerhalb der Stadt ist es viel leichter, die koreanische Kultur und unsere Traditionen kennenzulernen.

Ich denke jeden Tag darüber nach, was ich den Menschen, die hierher kommen, Neues zeigen oder bieten könnte. Airbnb-Gastgeberin zu sein, hat mich sehr verändert: Mein Leben gehört mir, und ich genieße es in vollen Zügen. Es fühlt sich gut an, glücklich zu leben, ohne von anderen abhängig zu sein. Und ich habe gelernt, dass es niemals zu spät ist, diese Art von Selbstvertrauen zu entwickeln.

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