English  Español  中文 —  Deutsch  Français  Italiano — 日本語  한국어  русский  Português  Nederlands

Tenshin, der Gastgeber der gemeinnützigen Entdeckung Pinsel und Tinte, wollte sich gerade als Kalligraphie-Lehrer zur Ruhe setzen, als er Joe Gebbia im Fernsehen über Airbnb-Entdeckungen sprechen hörte. Er war so begeistert, dass er sich entschied, Gastgeber zu werden, und gleich am nächsten Tag sein Konzept einreichte. Er lehrt nicht nur die Kunst der japanischen Schriftzeichen, sondern ist auch CEO der gemeinnützigen Organisation NPO-LESA, die HIV-positiven Kindern in Vietnam englisches Lernmaterial, warme Kleidung, einfache Betten und Stipendien zur Verfügung stellt.

Mit über 100 Bewertungen (er hat unzählige Gäste aus der ganzen Welt empfangen und wird sehr empfohlen), strahlt Tenshin nicht nur positive Energie und Vertrauen aus, sondern ist auch ein echter Profi-Gastgeber. Hier sind ein paar Tipps von ihm für erfolgreiches Gastgeben:

Wie planst du voraus, damit deine Gäste eine gute Zeit verbringen?

Um meine Gäste bereits vorher kennenzulernen, bereite ich einige Willkommensnachrichten und Fragen für sie vor. Ich möchte offen und interessiert auf die Menschen, die ich treffe, zugehen. Eine Einstiegsübung, um das Eis zu brechen, ist wichtig. Das hilft mir auf jeden Fall, meine Gäste gut kennenzulernen, und es hilft auch ihnen, sich gegenseitig besser kennenzulernen. Es ist wichtig, eine freundliche Atmosphäre zu schaffen, in der sich alle wohlfühlen.

Was machst du, wenn etwas nicht nach Plan verläuft?

Die Entdeckungen sind größtenteils wie geplant verlaufen. Ich bin sehr flexibel. Ich versuche, mich so gut wie möglich auf meine Gäste einzustellen, solange ich dabei die Kontrolle über die Entdeckung behalte und keiner der Gäste von Änderungen in letzter Minute betroffen ist.

Einmal hatten sich zwei Gäste verlaufen und kamen nicht rechtzeitig am Treffpunkt an. Sie riefen an und baten mich, sie abzuholen. Zu dieser Zeit waren die übrigen Gäste bereits mit mir am Treffpunkt.

Normalerweise gebe ich meinen Gästen ein paar Tage vor Beginn der Erfahrung eine genaue Wegbeschreibung über eine Airbnb-Nachricht. Ich erinnere sie auch daran, sich vorher anzusehen, wie sie zum Treffpunkt kommen. Es gibt jedoch immer wieder Gäste, die das vergessen und den Treffpunkt dann nicht finden. In solchen Fällen bin ich in einer schwierigen Situation, weil ich die Gäste, die pünktlich zum Treffpunkt kamen, nicht allein lassen möchte. Ich kann die verspäteten Gäste nicht abholen, aber ich versuche immer mein Bestes, sie über das Telefon zum Treffpunkt zu lotsen.

Die Gäste, die mit mir am Treffpunkt waren, sahen, wie ich versuchte, mein Bestes für die verspäteten Gäste zu tun, und halfen mir sogar dabei, ihnen zu helfen. Wenn Gäste meine Gastfreundschaft sehen, zeigen auch sie Verständnis und Freundlichkeit gegenüber anderen Gästen und versuchen dasselbe zu tun. Es ist wichtig, allen meinen Gästen gegenüber gastfreundlich zu sein, denn dann teilen sie auch ihre Gastfreundschaft untereinander.

Wie gehst du auf besondere Wünsche von Gästen ein und wie sorgst du dafür, dass sich jeder Gast besonders fühlt?

Ich versuche, die Wünsche der Gäste so weit wie möglich zu berücksichtigen, solange sie nicht andere Gäste betreffen. Wenn mich zum Beispiel Gäste bitten, sie bei einem ausgebuchten Termin doch noch unterzubringen, sage ich normalerweise nein. Ich möchte sicherstellen, dass ich mich mit jedem Gast beschäftigen und ihm die beste Zeit bieten kann. In solchen Fällen verspreche ich, Bescheid zu sagen, wenn jemand storniert, damit sie ihren Platz buchen können.

Ich gebe meinen Gästen besondere selbstgemachte Geschenke. Ich wähle persönlich chinesische Schriftzeichen aus, um ihre Namen in japanischer Kalligraphie zu schreiben, füge Beschreibungen der einzelnen Zeichen hinzu und signiere das Ganze. Außerdem gebe ich ihnen passende Wandhaken, damit sie meine Kalligraphie bei sich zu Hause aufhängen können!

Ich glaube, Vorbereitung und Details sind der Schlüssel. Außerdem ist es wichtig, dass meine Gäste unterhalten werden und viel gelächelt wird.

Wie bleibst du gastfreundlich, wenn einmal etwas nicht nach Plan verläuft?

Ich versuche, den Wünschen meiner Gäste so weit wie möglich nachzukommen. Ich versuche, jeden zu unterhalten und gebe 200 Prozent dafür, auf jeden einzelnen von ihnen einzugehen. Gastfreundschaft zu zeigen, ist wirklich wichtig. Es geht immer um „Ichigo-ichie“. „Ichigo-ichie“ bedeutet „einmalige Erfahrung oder Gelegenheit“. Dieses Wort und seine Philosophie stammen ursprünglich aus einer am Buddhismus angelehnten Theorie der Teezeremonie. Wer einen Gast willkommen heißen und ihm eine gute Tasse Tee anbieten möchte, sollte früh am Morgen aufstehen, um das Eingangstor und den kleinen schmalen Durchgang zum Teeraum zu putzen und das beste natürliche Wasser mit hochwertiger Holzkohle zuzubereiten. Gastgeber sollten alles so vorbereiten, dass ihre Entdeckung ein einmaliges Erlebnis wird.

Nach der Entdeckung melde ich mich in der Regel per E-Mail bei meinen Gästen, um sicherzustellen, dass sie eine tolle Zeit hatten, und um Fotos austauschen.